Familien-, Ehe- und Erbrecht

• Scheidung

Wenn es in der Ehe nicht klappt, ist eine endgültige Trennung womöglich das Beste für alle Beteiligten. Sollte eine einvernehmliche Scheidung von den Eheleuten in Betracht gezogen werden, ist ein Scheidungsvergleich erforderlich. Es ist ratsam, diesen Vergleich mit Augenmaß auszuhandeln. Denn Vereinbarungen über Unterhalt, Kontaktrechte und die Aufteilung von Liegenschaften greifen langfristig und schwerwiegend in die Lebenssituation der Beteiligten ein.

Auch wenn keine Verpflichtung besteht, bei einer einvernehmlichen Scheidung anwaltlichen Rat einzuholen, kann ein aus Unwissenheit oder Großzügigkeit vorgenommener Verzicht eine lebenslange negative Beeinträchtigung darstellen. Wenn Sie schon verzichten oder schenken wollen, dann lassen Sie sich vorher dahingehend beraten, was Ihnen grundsätzlich zustehen könnte. Das Ergebnis einer Verschuldensscheidung kann nämlich ganz anders aussehen.

• Unterhalt

Manche Unterhaltsberechtigte fordern vom Unterhaltsverpflichteten auf Grundlage eines (alten) Exekutionstitels Unterhalt in einer Höhe und für eine Dauer ein, ohne die Veränderungen der Lebensumstände berücksichtigt zu haben. Ich lote Ihnen als Unterhaltsverpflichteten die Grenzen aus und stehe Ihnen zur Seite, wenn sich die Lebensumstände wesentlich ändern.

Andererseits vertrete ich Ihre Interessen als Unterhaltsberechtigter, wenn etwa jahrelang kein Unterhalt geleistet wurde, obwohl die Einkommens- und Vermögenssituation des Unterhaltsverpflichteten, einen großzügigen Unterhalt zulassen würden. Es bestehen rechtliche Möglichkeiten, Unterhaltszahlungen in komplexen Situationen etwa mit Auslandsbezug – mit Geduld – erfolgreich einzufordern.

• Erbe

Das Erbe kann bereits zu Lebzeiten unter Nutzung der gesetzlichen Flexibilität (zB Testament oder Vermächtnis) ordentlich geregelt werden, damit Konflikte bei der Abhandlung der Verlassenschaft vermieden werden. Insbesondere wenn Liegenschaften und/oder Unternehmensanteile vorhanden sind, ist es ratsam, sich möglichst früh mit dem Gedanken einer Nachfolgeregelung zu befassen.

Zahlreiche ältere Personen nennen eine Liegenschaft ihr Eigentum und spielen in großzügiger Weise mit dem Gedanken einer Schenkung derselben bereits zu Lebzeiten an Angehörige oder Freunde. Ich finde für Sie eine vorausschauende Lösung für den Fall, dass nach Eintragung der Übertragung des Eigentumsrechts im Grundbuch zugunsten des Geschenknehmers unerwartet grober Undank seitens des Beschenkten folgt.